Was wir tun

Mit großer Verantwortung für unsere Tiere und unsere Milch

Als landwirtschaftlicher Familienbetrieb haben wir uns auf die Milchviehhaltung und Milchgewinnung spezialisiert. Unsere Tiere sind unser wichtigstes Gut. Ihnen gehört unser aller Aufmerksamkeit. 2014 haben wir uns für den Bau eines neuen Milchviehstalls entschlossen - technisch und hinsichtlich des Tierkomforts auf neuestem Stand. Wir versorgen derzeit 250 Milchkühe. Jede Kuh gibt pro Jahr im Schnitt mehr als 9000 Liter Milch. Diese liefern wir an die Hohenloher Molkerei. 

Neben der Milchgewinnung widmen wir uns der Zucht. Wir haben uns auf Fleckvieh spezialisiert, weil diese Rasse konstant und vor allem ausgewogen Milch und Fleisch liefert. Unser Zuchtziel ist eine formschöne Kuh, die insbesondere durch Fundament und Euter besticht. Diese zwei Merkmale sind für ein langes Leben der Kuh elementar.

Einen Teil der männlichen Kälber, die bei uns zur Welt kommen, werden auch in unseren Ställen bis zum Schlachtgewicht groß gezogen. Für das Tier bedeutet das weniger Stress, weil es wenige Transporte und wenige Umstallungen erlebt.

Vorwiegend zur Futtermitteldeckung bewirtschaften wir 180 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Diese Fläche unterteilt sich in 95 Hektar Ackerland (davon zirka 60 Prozent zur Grundfuttergewinnung und 40 Prozent bebaut mit Getreide), 75 Hektar Grünland und 7 Hektar Wald. Die Parzellen sind zwischen 0,2 und 8 Hektar groß. Unsere Flächen sind also sehr kleinstrukturiert, was aber auch den Charme unserer Landschaft ausmacht.

Auf den sieben Hektar Waldfläche bauen wir zum Teil Weihnachtsbäume an, welche wir dann auf Märkten in der Region, im Weihnachtsbaumshop und auf unserem Hof verkaufen. Weil Kunden ganz unterschiedliche Ansprüche an ihren Traumbaum haben und wir eine möglichst breite Auswahl bieten möchten, kaufen wir auch Bäume zu.

Auch wir wollen etwas zur Energiewende beitragen: Deshalb betreiben wir zwei Klein-Biogasanlage mit 75 und 50 KW elektrischer Leistung – die Abwärme wird zum Heizen des Wohnhauses, des Q-Cafés und der Fermenter sowie zum Trocknen von Getreide und Heu genutzt. Durch die Abwärmenutzung ergibt sich ein hoher Wirkungsgrad, was 1998 Hauptargument für den Bau der ersten Biogasanlage war. Die Wärme nicht zu nutzen, widerspräche unserem Bild der integrierten Landwirtschaft. Auf dem Dach der Futterbergehalle haben wir zudem eine Photovoltaikanlage installiert. Ihre elektrische Leistung beträgt 60 KW.

Ein weiterer Geschäftszweig ist unser Maschinenverleih. Gegen Gebühr verleihen wir landwirtschaftliche Gerätschaften an Kollegen. Der Hintergrund: Für Betriebe lohnt es sich häufig nicht, teure Maschinen anzuschaffen. Wir können aushelfen.

Wer wir sind

Der Q-Hof Raunecker ist ein Familienbetrieb in fünfter Generation

Friedbert Raunecker

Friedbert Raunecker

Landwirtschaftsmeister, Generalmanager

Ich liebe die Landwirtschaft, weil ich mein eigener Chef sein kann.

Erika Raunecker

Erika Raunecker

Einzelhandelskauffrau, Buchhaltung, Familienmanagerin und gute Seele des Hofes

Ich liebe die Landwirtschaft, weil sie so vielfältig ist.

Michael Raunecker

Michael Raunecker

Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Herdenmanagement

Ich liebe die Landwirtschaft, weil nichts ursprünglicher ist als die Produktion von Lebensmitteln.

Peter Raunecker

Peter Raunecker

Industriemechaniker und Techniker für Landwirtschaft

Ich liebe die Landwirtschaft, weil man so viel Zeit in der Natur verbringt.

Helmut Geiger

Helmut Geiger

Gelernter Schreiner, Festangestellter Mitarbeiter auf dem Q-Hof

Ich liebe die Landwirtschaft, weil ich hier mein Hobby zum Beruf machen kann.

Markus Kapfer

Markus Kapfer

Gelernter Metzger, Festangestellter Mitarbeiter auf dem Q-Hof

Ich liebe die Landwirtschaft, weil mich Tiere begeistern.

Wie alles begann

Scheunenmauern aus dem 12. Jahrhundert

Die Historie unseres Hofes reicht weit zurück. Wie weit, das lässt sich nur erahnen. Fakt ist: Einige der Mauern unserer Scheune sind genauso alt wie Mauern der Burg Katzenstein – stammen also aus dem 12. Jahrhundert. Auch Münzfunde bestätigen, dass auf unserer Hofstelle zu längst vergessenen Zeiten Vorfahren gelebt haben müssen.

Was genau die Hofstelle früher war, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Einzig der Straßenname – die Kohlbauerngasse – deutet darauf hin, dass hier früher wohl eine Köhlerei bestand.

Die Familie Raunecker jedenfalls hat den Hof im 19. Jahrhundert erworben. Sukzessive wurde er ausgebaut und erweitert. Heute wird der Hof in fünfter Generation geführt.

Und mit dem Einstieg der fünften Generation war auch klar, dass der Betrieb neu aufgestellt werden muss. So kam es, dass 2014 ein neuer Stall an neuer Stelle errichtet wurde. Von März bis November wurde gebuddelt, gebaggert und geschraubt. Am 29. November wurde schließlich erstmals im neuen Stall gemolken.